Datenschutzerklärung
Diese Erklärung beschreibt, welche Daten JobTarsier verarbeitet, wozu, auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange und an wen sie gegebenenfalls weitergegeben werden. Sie beschreibt den tatsächlichen Stand der Anwendung — nicht geplante oder abgeschaltete Funktionen als laufenden Betrieb.
1. Verantwortlicher und Kontakt
Philipp Schmid
Elilandstraße 3
83671 Benediktbeuern
Deutschland
E-Mail: philipp.schmid@ouventy.de
Telefon: +49 163 9101383
Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht bestellt — es besteht keine gesetzliche Pflicht dazu (kein Beschäftigter, keine Kerntätigkeit in der Verarbeitung besonderer Kategorien nach Art. 9 DSGVO oder in umfangreicher regelmäßiger Überwachung nach Art. 37 DSGVO / § 38 BDSG).
2. Verarbeitungszwecke im Einzelnen
2.1 Registrierung und Login
| Daten | E-Mail-Adresse, Name, Profilbild (Avatar-URL) aus dem OAuth-Konto; technische Session-Daten |
| Zweck | Konto anlegen, anmelden, geschützte Bereiche (/dashboard, /admin) absichern |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Erfüllung des Nutzungsvertrags) |
| Speicherdauer | bis zur Löschung des Kontos |
| Empfänger | Supabase (Auftragsverarbeiter); Google als Anmeldeanbieter (eigener Verantwortlicher für den Anmeldevorgang, siehe Googles eigene Datenschutzerklärung) |
Aktuell ist ausschließlich die Anmeldung über ein Google-Konto aktiv geschaltet. Eine Anmeldung über Microsoft/Azure AD ist im Programmcode vorbereitet, aber beim Anmeldeanbieter derzeit nicht aktiviert — es findet darüber keine Datenverarbeitung statt.
2.2 Profil, Lebenslauf und Zeugnisse
| Daten | Berufsbezeichnung, Ort, Straße und Postleitzahl, Telefonnummer, Wunschgehalt, Verfügbarkeit, Fähigkeiten, hochgeladene Dokumente (Lebenslauf, Arbeitszeugnisse als PDF oder DOCX, bis 10 MB), daraus extrahierter Volltext, aus dem Lebenslauf erkannte berufliche Stationen, aus Zeugnissen erkannte Soft-Skill-Einschätzungen |
| Zweck | Aufbau des Bewerberprofils als Grundlage für Job-Ranking und Anschreiben-Erstellung |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO für die Kernverarbeitung. Soweit ein hochgeladenes Dokument besondere Kategorien personenbezogener Daten enthält (siehe unten), stützt sich deren Verarbeitung auf Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO — die ausdrückliche Einwilligung liegt im bewussten, freiwilligen Hochladen des eigenen Dokuments zu diesem Zweck |
| Speicherdauer | bis zur Löschung des jeweiligen Dokuments bzw. des Kontos |
| Empfänger | Supabase (Speicherung); Anthropic (KI-gestützte Extraktion des Textes und der strukturierten Angaben — siehe Abschnitt 5) |
Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO): Lebensläufe und Arbeitszeugnisse sind Freitextdokumente. Sie können — ohne dass danach gezielt gefragt wird — Angaben enthalten, aus denen sich Gesundheitsdaten, ethnische Herkunft, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen ergeben (z. B. Lücken mit gesundheitlichem Hintergrund, Namen, die auf Herkunft schließen lassen, oder ein Bewerbungsfoto, sofern im PDF enthalten — auch Bilddateien werden vollständig an die KI zur Texterkennung übergeben). Es findet keine automatisierte Schwärzung oder Filterung solcher Angaben vor der Weiterverarbeitung statt.
2.3 KI-gestütztes Job-Ranking
| Daten | Profildaten (Titel, Ort, Wunschgehalt, Verfügbarkeit, Fähigkeiten), deine vollständigen Lebenslauf-Einträge (Stationen, Projekte, Fähigkeiten, Qualifikationen, einschließlich etwaiger wörtlicher Belegzitate aus Arbeitszeugnissen) — ungekürzt und ohne Auswahl, dieselbe Quelle wie beim Anschreiben (2.4); Daten der zu bewertenden Stelle (Titel, Firma, Ort, Gehaltsspanne, vollständige Beschreibung — ungekürzt), dein Feedback (Daumen hoch/runter) zu früheren Bewertungen |
| Zweck | Berechnung eines Passungs-Scores (0–100) mit kurzer Begründung je Stelle |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — das Ranking ist eine Kernfunktion des gebuchten Dienstes |
| Speicherdauer | verknüpft mit dem jeweiligen Job-Datensatz, bis dessen Löschung oder Löschung des Kontos |
| Empfänger | Anthropic (siehe Abschnitt 5) |
2.4 KI-Anschreiben-Erstellung und Lernschleife
| Daten | aus dem Profil Name, Titel und Ort; deine vollständigen Lebenslauf-Einträge (Stationen, Projekte, Fähigkeiten, Qualifikationen mit Unternehmen, Zeitraum und Beschreibungstext) — ungekürzt, ohne Auswahl; Daten der Stelle einschließlich der vollständigen Stellenbeschreibung — sie wird nicht mehr gekürzt, aus dem HTML der Anzeige fällt lediglich die Auszeichnung weg, der Textinhalt bleibt Satz für Satz erhalten; deine gespeicherten Stilpräferenzen aus früheren Korrekturen, jüngste zuerst, bis zu 200 Einträge; bei Überarbeitung im Chat zusätzlich deine Anweisung und der vollständige bisherige Gesprächsverlauf |
| Zweck | Ersten Anschreiben-Entwurf erstellen und auf Wunsch im Dialog überarbeiten; aus deinen Korrekturen lernen; dir offenlegen, worauf der Entwurf sich stützt (Zuordnungsliste, siehe unten) |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO |
| Speicherdauer | bis zur Löschung des Anschreibens bzw. des Kontos; gelernte Stilpräferenzen bis zur Löschung des Kontos; die Zuordnungsliste hängt am jeweiligen Anschreiben und wird mit ihm, mit der zugehörigen Stelle oder mit dem Konto gelöscht — je Anschreiben gibt es höchstens eine, eine erneute Generierung ersetzt die vorherige ohne Verlaufshistorie |
| Empfänger | Anthropic (siehe Abschnitt 5) |
Die Zuordnungsliste zum Entwurf. Zusammen mit dem Anschreiben entsteht eine Liste, die je erkannter Anforderung der Stellenbeschreibung festhält, welche deiner Lebenslauf-Einträge sie belegen. Sie wird dir neben dem Entwurf angezeigt — sie ist der Weg, auf dem du nachvollziehen kannst, worauf sich der Entwurf stützt. Aufgeführt werden nur Anforderungen, zu denen mindestens ein Beleg übrig bleibt; eine Anforderung ohne Beleg erscheint nicht in der Liste.
Gespeichert wird zu jedem Punkt der Wortlaut der Anforderung sowie zu jedem Beleg die Art des Eintrags, sein Anzeigename (Unternehmen und Bezeichnung) und ein Herkunftsvermerk auf den Lebenslauf-Eintrag. Der Anzeigename ist bewusst eine Kopie zum Zeitpunkt der Erstellung und keine Verknüpfung: Bearbeitest oder löschst du den Lebenslauf-Eintrag später, bleibt der Nachweis unverändert — er soll zeigen, worauf der Entwurf sich damals stützte. Zeitraum und Belegstärke der Einträge werden in dieser Anzeige ausdrücklich nicht gezeigt; sie erlauben Rückschlüsse etwa auf das Alter. Die Liste verlässt die Anwendung nicht: Sie entsteht aus der Antwort des Modells, wird bei uns gespeichert und an niemanden weitergegeben (Speicherung wie alle übrigen Daten bei Supabase).
Eine erkannte dauerhafte Präferenz aus dem Chat wird dir erst zur Bestätigung vorgeschlagen und nur nach deiner ausdrücklichen Zustimmung gespeichert. Korrigierst du den Entwurf dagegen direkt im Editor, wird eine Präferenz automatisch anhand des Unterschieds zum Entwurf abgeleitet und ohne Rückfrage in derselben Tabelle gespeichert.
Der Weg über ein Interview. Statt sofort einen Entwurf zu erzeugen, kannst du dir aus der Bewertung der Passgenauigkeit (2.5) Rückfragen zu den dort als fehlend erkannten Punkten stellen lassen und sie beantworten. Ein eigener KI-Aufruf leitet die Fragen aus der Fehlt-Liste jener Bewertung und den Stellendaten ab — dein Profil geht in diesen Aufruf nicht ein. Deine Antworten werden nicht gespeichert, solange du das Anschreiben nicht erzeugen lässt; erzeugst du es, gehen sie zusammen mit denselben Daten wie oben in den Anschreiben-Aufruf. Eine übersprungene Frage wird dem Modell ausdrücklich als „nicht vorhanden" mitgegeben, damit daraus keine Fähigkeit erfunden wird. Der Einstieg setzt mindestens einen Lebenslauf-Eintrag voraus.
Markierst du eine Aussage aus dem Chat als merkenswert, ordnet ein weiterer KI-Aufruf sie einem von zwei Zielen zu: einem inhaltlichen Fakt über dich (dann wandert er in deinen Lebenslauf, gekennzeichnet mit der Herkunft „aus Anschreiben-Gespräch") oder einer Stilpräferenz (dann in dieselbe Präferenztabelle wie oben). Ist die Zuordnung nicht eindeutig, wird nichts gespeichert. An diesen Aufruf geht ausschließlich die von dir markierte Aussage, nicht dein Profil.
2.5 KI-Bewertung deines Anschreibens (Passgenauigkeit)
| Daten | der Text des Anschreibens sowie Titel, Firma und Beschreibung der Stelle — aus deinem Profil geht nichts in diesen Aufruf |
| Zweck | Simulation einer unternehmensseitigen Vorsortierung: Wie gut träfe dein Anschreiben aus Sicht einer solchen Vorauswahl auf die Stelle? Ergebnis ist ein Wert mit Begründung sowie je eine Liste abgedeckter und fehlender Punkte (höchstens fünf je Liste) |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — du löst die Bewertung selbst aus |
| Speicherdauer | bis zur Löschung des Anschreibens, der Stelle oder des Kontos |
| Empfänger | Anthropic (siehe Abschnitt 5) |
2.6 KI-erzeugte stellenoptimierte Lebenslauf-Fassung
| Daten | deine Lebenslauf-Einträge (Stationen und Qualifikationen mit Unternehmen, Rolle, Zeitraum, Beschreibung) sowie Titel, Firma und Beschreibung der Stelle |
| Zweck | Erstellung einer auf die jeweilige Stelle zugeschnittenen Fassung deines Lebenslaufs — die Reihenfolge und Gewichtung wird verändert, ebenso die Formulierung der Beschreibungstexte |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO |
| Speicherdauer | bis zur Löschung der Fassung, der Stelle oder des Kontos |
| Empfänger | Anthropic (siehe Abschnitt 5) |
Was dabei technisch verhindert wird: Unternehmen, Rolle, Anfangs- und Enddatum sowie Institution und Jahr einer Qualifikation werden wörtlich aus deinen Einträgen übernommen; die Antwort des Modells wird darauf Feld für Feld geprüft und bei Abweichung verworfen. Umformuliert werden ausschließlich die Beschreibungstexte. Ebenso wird geprüft, dass keine Station fehlt und dass jeder Eintrag der Antwort einem Eintrag deines Lebenslaufs zugeordnet ist — eine erfundene Station kann so nicht in die Fassung geraten. Die Verantwortung für die Prüfung vor dem Einreichen bleibt dennoch bei dir.
2.7 Wunsch zur beruflichen Weiterentwicklung
| Daten | eine von dir gewählte Kategorie und ein freier Beschreibungstext dazu, jeweils mit dem Zeitpunkt der letzten Änderung |
| Zweck | zweiter, vom Passungs-Score unabhängiger Wert je Stelle: Wie gut zahlt sie auf deinen Entwicklungswunsch ein? Ohne gesetzten Wunsch entsteht weder ein Prompt-Abschnitt noch eine Anzeige |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO |
| Speicherdauer | bis zur Änderung durch dich bzw. zur Löschung des Kontos; der abgeleitete Wert je Stelle bis zur Löschung der Stelle |
| Empfänger | Anthropic (siehe Abschnitt 5) |
2.8 Job-Import und -Suche
| Daten | importierte Stellenrohdaten; bei E-Mail-Weiterleitung der vollständige Inhalt der weitergeleiteten Mail; bei Anbindung eines eigenen Postfachs (IMAP) die Zugangsdaten dieses Postfachs (verschlüsselt gespeichert, siehe Abschnitt 8); bei Importfehlern ein Snapshot der aufgerufenen Seite zur Fehleranalyse |
| Zweck | automatisierter Import von Stellenanzeigen aus von dir angegebenen Quellen (E-Mail-Weiterleitung, eigenes Postfach, einzelne URL). Die zusätzlich vorgesehenen Direktquellen (RSS, LinkedIn, XING, Stepstone) sind im Programm sämtlich abgeschaltet — es findet darüber keine Verarbeitung statt |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — du richtest diese Quellen selbst ein |
| Speicherdauer | importierte, nicht übernommene Kandidaten und die zugehörigen Mail-Inhalte werden automatisiert nach einem Monat gelöscht; Fehlerberichte ohne Bezug zu einem noch vorhandenen Kandidaten ebenso nach einem Monat; ein von dir übernommener Job bleibt bis zur Löschung des Jobs bzw. des Kontos. Unabhängig davon kannst du jederzeit selbst löschen: Entfernst du in den Einstellungen eine Weiterleitungsadresse oder ein IMAP-Postfach, werden die dazu gespeicherten Mail-Inhalte unmittelbar mitgelöscht — du musst den Monat nicht abwarten |
| Empfänger | Supabase; Anthropic (Extraktion von Titel/Firma/Ort/Beschreibung aus dem Seitentext); der von dir selbst gewählte E-Mail-Anbieter, an dessen Postfach sich JobTarsier per IMAP anmeldet (kein Auftragsverhältnis mit JobTarsier — du bist insoweit selbst für dieses Postfach verantwortlich); Resend für den Empfang weitergeleiteter Job-Alert-Mails; Brave Search für die Anreicherung dünner Stellenbeschreibungen — dorthin gehen ausschließlich Stellentitel, Unternehmen und Ort, keine Daten über dich (siehe Abschnitt 3) |
2.9 Benachrichtigungen
| Daten | Benachrichtigungsinhalt (Titel, Text, Bezug zu einem Job), Lesezeitpunkt |
| Zweck | In-App-Hinweise auf neue Treffer, Erinnerungen und Inaktivität; optional zusätzlich als E-Mail-Zusammenfassung |
| Rechtsgrundlage | In-App-Benachrichtigungen: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Teil der Kernfunktion, in den Einstellungen einzeln abschaltbar). E-Mail-Versand: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO — ausdrückliche, mit Zeitstempel protokollierte Einwilligung, jederzeit widerrufbar über den Abmeldelink in jeder Mail oder in den Kontoeinstellungen |
| Speicherdauer | gelesene Benachrichtigungen 7 Tage nach dem Lesezeitpunkt, ungelesene unbegrenzt bis zum Lesen bzw. zur Kontolöschung; die Einwilligung samt Zeitstempel bis zum Widerruf oder zur Kontolöschung |
| Empfänger | Resend für den E-Mail-Versand. Der Versand ist derzeit auf eine einzige interne Adresse begrenzt — Benachrichtigungen erreichen dich deshalb im Benachrichtigungscenter der Anwendung, aber nicht per E-Mail (siehe Abschnitt 3) |
Zwei Mails gehen unabhängig von dieser Einwilligung hinaus: die Bestätigung einer geänderten Empfängeradresse und die Mail mit dem Download-Link deines Datenexports (2.14). Beide tragen keinen Abmeldelink, weil sie keine Werbung sind, sondern die Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht bzw. eines von dir ausgelösten Vorgangs — Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Ein Widerruf der Benachrichtigungs-Einwilligung hält sie deshalb nicht auf.
2.10 Verknüpfte externe Plattformen (LinkedIn, XING, Stepstone)
| Daten | Zugangs-Token und von der Plattform bereitgestellte Profildaten |
| Zweck | Import verknüpfter Profildaten aus diesen Plattformen |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO |
| Speicherdauer | bis zur Trennung der Verbindung bzw. Löschung des Kontos |
| Empfänger | die jeweilige Plattform beim Anmeldevorgang als eigener Verantwortlicher; keine darüberhinausgehende Weitergabe |
Diese Verarbeitung findet derzeit nicht statt. Der Programmcode dafür ist vorhanden, aber es gibt keinen Weg, über den eine Verbindung tatsächlich hergestellt und ein Zugangs-Token gespeichert würde — die Schaltfläche zum Verbinden ist abgeschaltet. Beschrieben ist der Zweck hier, weil die Datenstruktur besteht; Daten liegen darin nicht.
2.11 Administration und Missbrauchsprävention
| Daten | Protokoll administrativer Eingriffe (z. B. Plan-Umschaltung) und administrativer Einsichtnahmen — dazu zählt seit dem 28.08.2026 das Aufschlagen eines einzelnen Eintrags im KI-Protokoll (2.16) —, jeweils mit Zeitstempel, ausführender Admin-Kennung, Art des Vorgangs und der Kennung des betroffenen Kontos |
| Zweck | Nachvollziehbarkeit administrativer Eingriffe und Einsichtnahmen, Missbrauchsprävention |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer nachvollziehbaren, manipulationsgeschützten Administration) |
| Speicherdauer | für dieses Protokoll ist keine automatisierte Löschfrist hinterlegt. Es überdauert außerdem die Löschung eines Kontos: Der Eintrag verweist auf die betroffene Kennung ohne technische Verknüpfung zum Konto, wird also von der Löschkaskade nicht erfasst. Beides ist im Bericht (BEFUNDE.md) als offener Punkt vermerkt |
| Empfänger | keine — ausschließlich intern, Zugriff ausschließlich mit erhöhten Rechten |
2.12 Zustimmung zu diesen Texten
| Daten | je zugestimmtem Dokument ein Datensatz mit der Fassung, der du zugestimmt hast, und dem Zeitpunkt |
| Zweck | Nachweis der erteilten Zustimmung zu Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung; Grundlage dafür, dich nach einer wesentlichen Änderung erneut zu fragen |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. c i. V. m. Art. 7 Abs. 1 DSGVO (Nachweispflicht) |
| Speicherdauer | bis zur Löschung des Kontos; ältere Datensätze bleiben neben neueren erhalten, damit nachvollziehbar bleibt, welcher Fassung du wann zugestimmt hast |
| Empfänger | keine — ausschließlich intern |
2.13 Zahlungsdaten
JobTarsier verarbeitet derzeit keine Zahlungsdaten — es gibt keine kostenpflichtige Stufe und keine Zahlungsabwicklung im Betrieb. Eine kostenpflichtige Pro-Stufe ist für die Zukunft vorgesehen; sobald sie eingeführt wird, wird diese Erklärung um den dann eingesetzten Zahlungsdienstleister ergänzt, bevor die Funktion live geht.
2.14 Datenexport deiner eigenen Daten
| Daten | der Auftrag selbst (Zustand, Zieladresse, ein einmaliger Download-Schlüssel, Zeitpunkt der Anforderung und der Bereitstellung, Ablageort und Größe des Archivs) sowie — im erzeugten Archiv — eine Kopie deiner Daten aus 34 Tabellen und deiner hochgeladenen Dokumente; seit dem 28.08.2026 liegt dem Archiv auch dein Auszug aus dem Protokoll der KI-Aufrufe bei (2.16) |
| Zweck | Erfüllung deines Rechts auf Datenübertragbarkeit nach Art. 20 DSGVO und auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung) |
| Speicherdauer | das Archiv höchstens 24 Stunden ab Bereitstellung; es wird bereits beim ersten Download gelöscht, spätestens durch einen täglichen Aufräumlauf. Der Auftragsdatensatz selbst — ohne Archiv — bleibt bis zur Löschung des Kontos, damit nachvollziehbar bleibt, wann ein Export angefordert wurde |
| Empfänger | Supabase (Ablage des Archivs in einem eigenen, nicht öffentlichen Speicherbereich); Resend für die Mail mit dem Download-Link. Diese Mail wird derzeit nicht zugestellt, weil der Versand auf eine interne Adresse begrenzt ist — wende dich an die Kontaktdaten in Abschnitt 1, wenn du einen Export angefordert hast und keinen Link erhältst (siehe Abschnitt 3) |
Das Archiv ist ausschließlich über einen einmaligen Link erreichbar, und auch dann nur in deiner angemeldeten Sitzung. Rechte anderer Personen (Art. 15 Abs. 4 DSGVO): Vor dem Packen werden 16 Spalten spaltengenau geschwärzt — Zugangsdaten und Schlüssel, übernommene Fremdinhalte wie vollständige Mail-Texte und Seiten-Schnappschüsse, technische Diagnosedaten sowie die Kennungen handelnder Administratoren. Die zugehörigen Zeilen bleiben dabei erhalten, damit du siehst, *dass* ein Vorgang stattgefunden hat, ohne die Daten Dritter zu erhalten.
2.15 Daten anderer Personen (Art. 14 DSGVO)
An einigen Stellen entstehen Daten, die sich nicht auf dich beziehen, sondern auf Dritte. Sie werden ausschließlich als Beiwerk deiner eigenen Nutzung verarbeitet, nie angereichert, nie ausgewertet und nie an andere Nutzende weitergegeben:
- Ansprechpartner beim Arbeitgeber sowie Straße und Postleitzahl des Empfängers. Von dir selbst zu einer Stelle erfasst, um sie in den Briefkopf eines Anschreibens zu übernehmen — nicht automatisch ermittelt. Gespeichert bis zur Löschung der Stelle bzw. des Kontos.
- Vollständiger Inhalt einer weitergeleiteten oder abgerufenen Job-Alert-Mail, dazu Absenderadresse und Betreff einer abgerufenen Mail. Aus deiner eigenen Weiterleitung bzw. deinem eigenen Postfach. Gespeichert einen Monat.
- Ein Schnappschuss der aufgerufenen Seite bei einem von dir gemeldeten Importfehler, der Namen oder Kontaktdaten enthalten kann (z. B. eine Ansprechperson in der Anzeige). Aus der von dir importierten Seite. Gespeichert einen Monat.
Eine Benachrichtigung dieser Personen nach Art. 14 Abs. 1 DSGVO erfolgt nicht: Die Daten stammen aus deiner eigenen Korrespondenz bzw. aus öffentlich zugänglichen Stellenanzeigen, und eine Benachrichtigung wäre mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden (Art. 14 Abs. 5 lit. b DSGVO). Auskunft über zu ihnen gespeicherte Daten erteilt der Verantwortliche auf Anfrage über die Kontaktdaten in Abschnitt 1.
2.16 Protokoll der KI-Aufrufe
| Daten | Je Aufruf an das Sprachmodell ein Eintrag mit: Kennung des Aufrufs (KI-01 bis KI-13) und seiner Bezeichnung, verwendete Modellkennung, deine Nutzerkennung, Zeitpunkt, Zeichenzahl und SHA-256-Prüfwert des gesendeten Prompts (nicht der Prompt selbst), die vollständige Antwort des Modells — bei zehn der dreizehn Aufrufe; bei den übrigen drei stattdessen nur Zeichenzahl und Prüfwert der Antwort —, Zahl der Ein- und Ausgabe-Token, Dauer in Millisekunden, Ergebnis (gelungen oder fehlgeschlagen) und im Fehlerfall die technische Fehlermeldung; bei einem Teil der Aufrufe zusätzlich der Gegenstand (z. B. die Kennung des ausgewerteten Dokuments oder die importierte Stellenanzeigen-Adresse) |
| Zweck | Aufzeichnung des Betriebs der KI-gestützten Funktionen: Nachvollziehbarkeit, welche Auswertung wann mit welchem Modell zu welchem Ergebnis geführt hat — Grundlage für Auskunft, Fehlersuche und die Prüfung von Widersprüchen. Damit wird zugleich die Aufzeichnungspflicht des Art. 12 der KI-Verordnung (EU AI Act) für die intern als hochrisikorelevant eingestuften Funktionen (Abschnitt 5) erfüllt |
| Rechtsgrundlage | Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, soweit die Aufzeichnungspflicht nach Art. 12 KI-VO greift; im Übrigen Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einem nachvollziehbaren, überprüfbaren Betrieb einer automatisierten Verarbeitung — ein Interesse, das auch dir zugutekommt, weil ohne diese Aufzeichnung nicht rekonstruierbar wäre, worauf ein KI-Ergebnis beruhte) |
| Speicherdauer | zwölf Monate ab dem Zeitpunkt des Aufrufs. Ein täglicher Aufräumlauf (06:00 UTC) löscht ältere Einträge. Die KI-Verordnung verlangt in Art. 19 mindestens sechs Monate; die zwölf Monate sind eine bewusste Entscheidung des Verantwortlichen. Löschst du dein Konto, werden alle deine Einträge zugleich mit gelöscht |
| Empfänger | keine — das Protokoll bleibt ausschließlich intern. Es wird bei Supabase in der EU gespeichert und nicht erneut an Anthropic übermittelt |
Was in dem Protokoll steht — und was nicht. Diese Unterscheidung ist der wichtigste Teil dieses Abschnitts, weil beide Hälften unterschiedlich entschieden sind:
- Der Prompt wird nicht gespeichert. Was an das Modell gesendet wird — bei einigen Aufrufen dein vollständiger Lebenslauf, ein Arbeitszeugnis oder eine komplette Stellenbeschreibung — landet nicht im Protokoll. Festgehalten werden nur seine Zeichenzahl und ein SHA-256-Prüfwert. Aus dem Prüfwert lässt sich der Inhalt nicht zurückgewinnen; er erlaubt lediglich zu erkennen, ob zwei Aufrufe mit derselben oder mit einer anderen Eingabe erfolgt sind.
- Die Antwort des Modells wird dagegen vollständig gespeichert — bei zehn der dreizehn Aufrufe. Das ist bewusst so entschieden, denn die Antwort *ist* das Ergebnis, dessen Nachvollziehbarkeit die Aufzeichnung herstellen soll. In mehreren Fällen sind das personenbezogene Daten über dich im Klartext:
- Auswertung deines Lebenslaufs: die erkannten Arbeitgeber, Rollen, Zeiträume und Tätigkeitsbeschreibungen sowie die erkannten fachlichen Fähigkeiten.
- Stellenoptimierte Lebenslauf-Fassung (2.6): die vollständige zugeschnittene Fassung deines Lebenslaufs mit allen Stationen, Zeiträumen und umformulierten Beschreibungen.
- Auswertung eines Arbeitszeugnisses: die daraus abgeleiteten Soft-Skill-Einschätzungen mit ihren Punktwerten.
- Job-Ranking (2.3): der Passungswert und die Begründung zu jeder bewerteten Stelle, einschließlich der Bewertung deines Entwicklungswunsches (2.7).
- Anschreiben-Werkbank (2.4, 2.5): die Bewertung der Passgenauigkeit samt Liste der als fehlend erkannten Punkte, die daraus abgeleiteten Interview-Rückfragen sowie die aus deinem Chat erkannten Stilpräferenzen und inhaltlichen Fakten über dich.
- Bei der Auswertung importierter Stellenanzeigen enthält die Antwort dagegen nur die Daten der Anzeige selbst und keine Angaben über dich.
- Nur Kennzahlen statt Antwort gibt es bei drei Aufrufen: der Textgewinnung aus einem PDF, der Erstellung des Anschreiben-Entwurfs und dessen Überarbeitung im Chat. Von ihnen bleiben ebenfalls nur Zeichenzahl und Prüfwert, weil der erzeugte Text bereits in seiner eigenen Tabelle liegt und keine zweite Kopie entstehen soll.
Was daraus folgt — zwei Punkte, die du kennen solltest. *Erstens:* Die oben genannten Inhalte liegen damit ein zweites Mal außerhalb der Tabelle, in der sie eigentlich stehen. *Zweitens:* Dieser zweite Bestand hat eine eigene, feste Frist von zwölf Monaten. Löschst du das zugrunde liegende Dokument, die Stelle oder das Anschreiben, bleibt der zugehörige Protokolleintrag bestehen — er ist eine Aufzeichnung des Vorgangs, nicht eine Kopie des Datensatzes. Vollständig entfernt wird er durch den Ablauf der zwölf Monate oder durch die Löschung deines Kontos.
Wer das Protokoll einsehen kann. Für dein Konto angemeldete Zugriffe auf diese Tabelle gibt es nicht: Sie ist auf Datenbankebene für angemeldete Nutzer vollständig gesperrt. Zwei Wege führen an die Einträge:
- Der Verantwortliche über einen eigenen Bereich der Verwaltungsoberfläche. Die Übersicht zeigt bis zu 200 Einträge; um den vollständigen Inhalt eines Eintrags zu sehen, muss er ihn einzeln aufschlagen, und jedes Aufschlagen wird seinerseits im Verwaltungsprotokoll festgehalten (2.11) — mit Zeitpunkt, handelnder Kennung und der Kennung des betroffenen Kontos. Das bloße Aufrufen der Übersicht wird nicht gesondert vermerkt.
- Du selbst über den Datenexport (2.14): Deine eigenen Einträge liegen dem Archiv als eigene Datei bei. Eine eigene Ansicht im Konto gibt es dafür derzeit nicht — der Export ist der Weg, auf dem du sie vollständig erhältst.
Vorgesehen ist ein Eintrag je Aufruf. Misslingt das Schreiben eines Eintrags — etwa bei einer Störung der Datenbank —, wird der KI-Aufruf davon nicht berührt; der Eintrag fehlt dann. Das Protokoll ist damit eine Aufzeichnung nach bestem Bemühen und keine lückenlose Buchführung.
3. Empfänger und Auftragsverarbeiter
| Dienst | Zweck | Verarbeitungsort | Transfergrundlage bei Drittland | Zustand |
|---|---|---|---|---|
| Supabase | Datenbank, Authentifizierung, Datei-Speicher | EU (Frankfurt, eu-central-1) — dort ruhen die Daten | Standardvertragsklauseln nach Durchführungsbeschluss (EU) 2021/914, Modul 2. Sie sind auch bei EU-Region erforderlich: Supabase, Inc. (USA) führt sich in der eigenen Unterauftragnehmerliste für Support-Leistungen auf und kann damit auf die in Frankfurt liegenden Daten zugreifen. Zusätzlich liegt eine Risikoabschätzung des Anbieters zur Übermittlung vor | aktiv |
| Vercel | Hosting, geplante Abläufe (Crons) | EU (Region fra1, Frankfurt) — dort läuft die Anwendung | Standardvertragsklauseln und UK-Zusatz; der Abschluss des Vertrags hat dieselbe Wirkung wie deren Unterzeichnung. Der Anbieter ist ein US-Unternehmen, die Klauseln sind deshalb einschlägig | aktiv |
| Anthropic (Claude API) | Job-Ranking, Anschreiben-Erstellung und Interview, Bewertung der Passgenauigkeit, stellenoptimierte Lebenslauf-Fassung, Extraktion von Lebenslauf-, Zeugnis- und Stellenanzeigeninhalten | USA | Standardvertragsklauseln, Modul 2 (Verantwortlicher an Auftragsverarbeiter) — geeignete Garantie nach Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO | aktiv |
| Resend | Versand von Benachrichtigungs-, Bestätigungs- und Datenexport-Mails; Empfang weitergeleiteter Job-Alert-Mails | USA. Der Anbieter speichert Kundendaten in den Vereinigten Staaten — einschließlich Nachrichteninhalten, Zustellprotokollen und Webhook-Daten. Die Regionswahl beim Versand bestimmt nur, von wo aus gesendet wird, nicht wo gespeichert wird | Standardvertragsklauseln, Modul 2, sowie eine Zertifizierung nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework. Tragend sind die Klauseln; die Zertifizierung stand am 01.09.2026 auf „aktiv, Rezertifizierung in Prüfung“ und ist deshalb die zusätzliche, nicht die alleinige Grundlage | Versand begrenzt — jeder Versandweg geht ausschließlich an eine einzige interne Test-Adresse; an jeden anderen Empfänger geht nichts hinaus. Der Empfang weitergeleiteter Mails ist davon nicht erfasst und findet statt, sobald du eine Weiterleitungsadresse einrichtest |
| Brave Search API | Anreicherung dünner Stellenbeschreibungen mit Firmenwebsite-Informationen | USA | Standardvertragsklauseln über den Datenverarbeitungsvertrag, dem der Verantwortliche am 01.09.2026 beigetreten ist; die Bestätigung des Anbieters steht noch aus | aktiv seit 01.09.2026. Übermittelt werden ausschließlich Stellentitel, Unternehmen und Ort einer Stelle — keine Daten über dich und keine Kennung, die auf dich zurückführt |
| Anmeldung per Google-Konto | eigener Verantwortlicher für den Anmeldevorgang | entfällt (eigene Verantwortlichkeit) | aktiv | |
| Microsoft/Azure AD | Anmeldung per Microsoft-Konto (vorbereitet) | — | — | nicht aktiv — beim Anmeldeanbieter deaktiviert, es findet keine Datenverarbeitung statt |
Auftragsverarbeitungsverträge: Für alle oben genannten aktiven Dienste liegt ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO vor (Stand 01.09.2026). Bei Supabase, Anthropic, Vercel und Resend kommt er jeweils mit dem Hauptvertrag zustande — die Anbieter beziehen ihn ausdrücklich ein, eine gesonderte Unterzeichnung ist nicht vorgesehen. Bei Brave Search ist er gesondert zu schließen; der Verantwortliche ist ihm am 01.09.2026 beigetreten, die Bestätigung des Anbieters steht noch aus. Für Microsoft/Azure AD ist keiner erforderlich, solange der Anmeldeweg abgeschaltet ist; er wird vor einer Aktivierung geschlossen.
*Zur Einordnung: Bis zum 28.08.2026 stand an dieser Stelle, für keinen Dienst liege ein solcher Vertrag vor. Das war unzutreffend — die Verträge bestanden, sie waren nur nicht geprüft worden. Die Angaben in dieser Tabelle beruhen seit dem 01.09.2026 auf den Vertragsunterlagen der Anbieter selbst, die der Verantwortliche vorhält.*
Die Begrenzung des Mailversands auf eine einzige interne Adresse bestand ursprünglich, weil der Vertrag mit Resend als offen galt. Dieser Grund ist entfallen; die Begrenzung ist bislang technisch nicht aufgehoben und gilt deshalb weiter. Was das für dich bedeutet, steht bei den betroffenen Zwecken (2.9 und 2.14).
Unterauftragnehmer
Die oben genannten Dienste setzen ihrerseits Dienstleister ein. Das ist üblich und vertraglich geregelt, führt aber dazu, dass Daten Stationen erreichen können, die in der Tabelle nicht unmittelbar sichtbar sind. Drei Verhältnisse sind dabei erwähnenswert, weil sie nicht naheliegen:
- Resend setzt Anthropic ein. Inhalte von Mails, die über Resend laufen, können damit an denselben KI-Anbieter gelangen, der auch die übrigen Auswertungen vornimmt. Solange der Versand auf die interne Adresse begrenzt ist, betrifft das keine Nachricht an dich.
- Anthropic setzt Brave Search ein, denselben Suchdienst, den JobTarsier auch unmittelbar für die Anreicherung von Stellenbeschreibungen nutzt.
- Supabase führt sich selbst als Unterauftragnehmer für Support-Leistungen. Das ist der Grund, weshalb die Übermittlung trotz Speicherung in Frankfurt abgesichert werden muss.
Vercel setzt unter anderem Amazon Web Services und Google ein, jeweils auch für KI-Dienste. Die vollständigen und jeweils aktuellen Listen führen die Anbieter selbst; der Verantwortliche hält den Stand fest, dem er zugestimmt hat.
4. Cookies und lokale Speicherung
JobTarsier setzt ausschließlich technisch notwendige Cookies: den Sitzungscookie deines Anmeldeanbieters (Supabase), der dich nach der Anmeldung angemeldet hält und den Zugriff auf geschützte Bereiche steuert. Ohne diesen Cookie ist keine Anmeldung möglich. Seine Speicherung ist nach § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG einwilligungsfrei zulässig, weil sie zur Erbringung des von dir ausdrücklich gewünschten Diensts unbedingt erforderlich ist; Rechtsgrundlage der zugehörigen Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
Es werden keine Analyse-, Marketing- oder sonstigen Cookies gesetzt, keine externen Analysedienste, Werbenetzwerke oder Drittanbieter-Einbindungen (z. B. externe Schriftarten, Karten oder Videos) eingesetzt und keine Daten im Browser-Speicher (localStorage, sessionStorage) abgelegt. Schriftarten werden ausschließlich selbst ausgeliefert.
Weil danach keine einwilligungspflichtige Technik zum Einsatz kommt, gibt es aktuell keinen Cookie-Banner. Das ist eine Vorbedingung, keine dauerhafte Zusage: Bevor JobTarsier Analyse-, Marketing- oder sonstige einwilligungspflichtige Technik einsetzt, muss zuerst ein echtes Einwilligungsmanagement eingerichtet sein.
5. Automatisierte Verarbeitung und Künstliche Intelligenz
JobTarsier setzt an mehreren Stellen ein Sprachmodell des Anbieters Anthropic ein:
- Extraktion von Rohtext und strukturierten Angaben aus hochgeladenen Dokumenten und importierten Stellenanzeigen (Abschnitte 2.2 und 2.8)
- Berechnung des Passungs-Scores mit Begründung (2.3) und des davon unabhängigen Werts zu deinem Entwicklungswunsch (2.7)
- Erstellung und Überarbeitung von Anschreiben-Entwürfen (2.4) samt der Zuordnungsliste, die im selben Aufruf entsteht und je erkannter Anforderung der Stelle die belegenden Lebenslauf-Einträge benennt (2.4), Ableitung der Interview-Fragen aus den erkannten Lücken (2.4), Erkennung einer Stilpräferenz aus einer Chat-Anweisung (2.4), Klassifikation markierter Chat-Aussagen (2.4) und Bewertung eines fertigen Anschreibens aus Sicht einer unternehmensseitigen Vorsortierung (2.5)
- Erstellung einer stellenoptimierten Fassung deines Lebenslaufs (2.6)
Eine aus dem Programmcode erzeugte Übersicht — welche Daten je Aufruf übergeben werden, welche Kürzungen gelten und welches Modell antwortet — führt docs/architecture/ki-schaubild.md. Sie wurde am 28.08.2026 nachgeführt und deckt sich seither mit dem Programmcode: dreizehn fachliche Aufrufstellen. Die frühere Angabe an dieser Stelle, das Schaubild sei mit neun Aufrufen im Rückstand, ist damit überholt und wurde entfernt.
Jeder dieser Aufrufe wird protokolliert. Seit dem 28.08.2026 hinterlässt jeder Aufruf an das Sprachmodell einen Eintrag in einem internen Protokoll — mit der Kennung des Aufrufs, dem Modell, dem Zeitpunkt, Kennzahlen zum gesendeten Prompt und, bei zehn der dreizehn Aufrufe, der vollständigen Antwort des Modells. Der Prompt selbst wird dabei ausdrücklich nicht gespeichert, die Antwort dagegen schon; bei der Lebenslauf-Auswertung und der stellenoptimierten Fassung sind das Lebenslaufinhalte im Klartext. Aufbewahrt werden die Einträge zwölf Monate. Abschnitt 2.16 beschreibt das im Einzelnen — welche Angaben je Aufruf anfallen, wer sie einsehen kann und wie du sie selbst erhältst.
Was ausdrücklich nicht einfließt. Der Systemauftrag an das Modell verbietet dem Ranking ausdrücklich, Alter, Geschlecht, Nationalität, Herkunft oder Aussehen in die Bewertung einzubeziehen; dasselbe Verbot gilt für die Interview-Fragen, die auch nicht umschrieben danach fragen dürfen. Im Einzelnen:
- Ranking (2.3) und Anschreiben (2.4): Vom Profil gehen beim Anschreiben zusätzlich Name, Titel und Ort ein. Für den Lebenslauf lesen beide Aufrufe seit F-076 dieselbe Quelle — deine vollständigen Lebenslauf-Einträge, ungekürzt und ohne Auswahl —, dazu jeweils die vollständige Beschreibung der betreffenden Stelle. Eine gekürzte oder anderweitig abgeleitete Lebenslauf-Fassung geht an keinen der beiden Aufrufe.
- Belegstellen aus Arbeitszeugnissen (2.3/2.4) — was möglich ist und was tatsächlich geschieht: Hier ist zwischen dem, was die Anwendung kann, und dem, was sie tut, zu unterscheiden. Ein Lebenslauf-Eintrag kann ein Feld für wörtliche Belegzitate aus einem Arbeitszeugnis führen. Wäre es befüllt, würde sein Inhalt der Zeile angehängt, die den Eintrag an Anthropic übergibt — die Anwendung ist dafür eingerichtet. Befüllt wird dieses Feld derzeit jedoch von keiner Funktion: weder beim Anlegen oder Ändern eines Eintrags von Hand, noch bei der Auswertung eines hochgeladenen Lebenslaufs, noch beim Übernehmen eines Abgleich-Vorschlags, noch beim Übernehmen einer markierten Aussage aus dem Anschreiben-Gespräch. Die aus Arbeitszeugnissen abgeleiteten Soft-Skill-Einschätzungen werden weiterhin getrennt gespeichert und nicht in Lebenslauf-Einträge übernommen. Im Ergebnis erreichen heute keine Zeugniszitate den Ranking- oder den Anschreiben-Aufruf — die Möglichkeit dazu ist in der Anwendung aber angelegt und würde ohne weitere Programmänderung wirken, sobald das Feld befüllt würde. Sollte das eingeführt werden, ist das eine wesentliche Änderung dieser Erklärung, über die du vor der ersten Übermittlung informiert wirst.
- Bewertung der Passgenauigkeit (2.5): ausschließlich Anschreibentext und Stellendaten — aus deinem Profil geht dorthin nichts.
- Interview-Fragen (2.4): ausschließlich die Fehlt-Liste aus jener Bewertung und die Stellendaten.
- Stellenoptimierte Fassung (2.6): deine Lebenslauf-Einträge ohne die Belegstärke und ohne die Belegstellen aus Zeugnissen.
- Klassifikation markierter Chat-Aussagen (2.4): ausschließlich die markierte Aussage.
Eine frühere Fassung dieser Erklärung sagte an dieser Stelle zu, dass auch die beruflichen Stationen nicht in das Anschreiben einfließen. Das trifft seit dem Ausbau des Lebenslaufs zum eigenen Profilbestandteil nicht mehr zu und ist hiermit richtiggestellt. Dieselbe Fassung sagte zu Belegstellen aus Arbeitszeugnissen schlicht „gehen nicht ein". Diese Verneinung war zu kurz: Der Aufruf ist inzwischen darauf eingerichtet, solche Belege mitzugeben, auch wenn heute keine anfallen. Der Absatz oben ersetzt sie durch die genaue Unterscheidung.
Menschliche Überprüfung und Widerspruch: Sowohl das Ranking als auch der Anschreiben-Entwurf sind Vorschläge, die du vor jeder Verwendung prüfst — an keiner Stelle entscheidet die KI abschließend über eine Bewerbung, eine Einstellung oder einen sonstigen dich rechtlich oder in vergleichbar erheblicher Weise betreffenden Vorgang im Sinne des Art. 22 DSGVO; du bleibst in jedem Schritt Herr der Entscheidung. Im Kandidatendialog steht zu jeder KI-Bewertung eine Erklärung und ein Weg, ihr zu widersprechen; beim Anschreiben-Entwurf tritt die Zuordnungsliste (2.4) an diese Stelle: Sie legt Punkt für Punkt offen, worauf der Entwurf sich stützt. Hältst du eine Zuordnung für falsch oder unpassend, kannst du den Entwurf neu erzeugen lassen, den zugrunde liegenden Lebenslauf-Eintrag ändern oder über die Kontaktdaten in Abschnitt 1 widersprechen; für alle übrigen KI-erzeugten Inhalte kannst du über dieselben Kontaktdaten widersprechen bzw. eine Erläuterung verlangen. Anschreiben-Entwürfe sind ausdrücklich als KI-generiert gekennzeichnet.
Einordnung nach dem EU AI Act: Ranking, Anschreiben-Erstellung, die Bewertung der Passgenauigkeit und die stellenoptimierte Lebenslauf-Fassung finden im beschäftigungsbezogenen Kontext statt und werden intern als hochrisikorelevant eingestuft. Die Aufzeichnungspflicht des Art. 12 KI-VO wird seit dem 28.08.2026 durch das Protokoll aus 2.16 eingelöst. Für die Anschreiben-Erstellung ist die Zuordnungsliste (2.4) die konkrete Form, in der die Nachvollziehbarkeit dieser Einstufung eingelöst wird: Sie benennt namentlich, welcher deiner Lebenslauf-Einträge welche Anforderung der Stelle belegt, und zeigt damit die Grundlage des Entwurfs statt nur sein Ergebnis. Sie führt allerdings nur belegte Anforderungen auf — aus ihrem Fehlen lässt sich nicht schließen, dass eine Anforderung in der Stellenbeschreibung nicht vorkam.
Die Kennzeichnung als KI-generiert ist derzeit nicht an jeder Ausgabestelle gleich deutlich — an einigen Stellen ist sie ausführlich mit Erklärung vorhanden, an anderen nur durch ein Symbol ohne Begleittext erkennbar. Dieser Befund ist im Bericht (BEFUNDE.md) vermerkt; er wird durch diese Erklärung nicht behoben.
6. Deine Rechte als betroffene Person
- Auskunft (Art. 15 DSGVO) über die zu dir gespeicherten Daten
- Berichtigung (Art. 16 DSGVO) — die meisten Angaben kannst du direkt in deinem Profil selbst korrigieren
- Löschung (Art. 17 DSGVO) — über die Schaltfläche „Konto löschen" in den Kontoeinstellungen löschst du dein Konto vollständig selbst: die hochgeladenen Dateien, alle daran hängenden Datensätze und das zugrunde liegende Anmeldekonto. Ein zusätzlicher Weg per E-Mail ist dafür nicht mehr nötig. Die Löschung ist unwiderruflich. Eine Ausnahme gibt es: Das Protokoll administrativer Eingriffe und Einsichtnahmen (2.11) überdauert die Löschung; es verweist auf die betroffene Kennung ohne technische Verknüpfung zum Konto und wird deshalb von der Löschkaskade nicht erfasst
- Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO) — hierfür gibt es keine eigene Schaltfläche; wende dich an die Kontaktdaten in Abschnitt 1. Einzelne Verarbeitungen kannst du dagegen selbst anhalten (Benachrichtigungen abschalten, ein Postfach pausieren, eine Quelle deaktivieren)
- Auskunft und Datenübertragbarkeit (Art. 15 und 20 DSGVO) — über „Daten exportieren" in den Kontoeinstellungen. Du erhältst ein ZIP-Archiv mit deinen Daten aus 34 Tabellen im maschinenlesbaren JSON-Format und deinen hochgeladenen Dokumenten — darin auch deine Einträge aus dem Protokoll der KI-Aufrufe (2.16), das dir sonst nicht angezeigt wird. Der Link kommt per E-Mail, gilt einmalig und höchstens 24 Stunden; Einzelheiten in Abschnitt 2.14. Ein Weg per E-Mail ist dafür nicht mehr nötig
- Widerspruch (Art. 21 DSGVO) — gegen eine Ranking-Bewertung über die Rückmeldung (Daumen hoch/runter) im Kandidatendialog, die in künftige Bewertungen einfließt; im Übrigen über die Kontaktdaten in Abschnitt 1
- Widerruf einer Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO) — für den E-Mail-Kanal jederzeit über den Abmeldelink in jeder Mail oder in den Kontoeinstellungen, mit Wirkung für die Zukunft. Für den Import gilt dasselbe: Das Löschen einer Weiterleitungsadresse oder eines IMAP-Postfachs in den Einstellungen beendet die weitere Verarbeitung aus dieser Quelle und entfernt zugleich die dazu gespeicherten Mail-Inhalte. Beim Postfach werden die hinterlegten Zugangsdaten mit gelöscht
Alle Rechte kannst du über die Kontaktdaten in Abschnitt 1 geltend machen.
7. Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde
Du hast das Recht, dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren. Zuständig ist:
Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) Promenade 27 91522 Ansbach
8. Datensicherheit
Alle Nutzertabellen sind auf Datenbankebene durch Row-Level-Security abgesichert — ein Zugriff ist nur auf die eigenen Daten möglich. Für die beiden Protokolltabellen (Verwaltungsprotokoll nach 2.11 und Protokoll der KI-Aufrufe nach 2.16) gilt eine strengere Regel: Für ein angemeldetes Nutzerkonto ist dort keine einzige Zeile lesbar — auch nicht die eigene. Sie sind ausschließlich serverseitig hinter der Zugangsprüfung der Verwaltungsoberfläche erreichbar; beim KI-Protokoll ist zusätzlich der Rechtevorrat, den die Datenbank neu angelegten Tabellen von sich aus einräumt, ausdrücklich wieder entzogen worden. Die Verbindung zu JobTarsier ist durchgehend TLS-verschlüsselt. Automatisiert ablaufende Hintergrundprozesse (z. B. der tägliche Abruf importierter Job-Mails) sind durch ein serverseitiges Geheimnis gegen unbefugten Aufruf abgesichert. Administrative Rechte sind gegen eigenmächtige Selbst-Erhöhung technisch abgesichert.
Zugangsdaten zu fremden Diensten werden nicht im Klartext gespeichert. Für ein verknüpftes IMAP-Postfach gilt das seit jeher: Die Zugangsdaten liegen verschlüsselt (AES-256-GCM) und werden niemals protokolliert. Seit dem 28.08.2026 gilt dieselbe Anforderung auch für die Zugriffstoken verknüpfter Plattformen — und zwar nicht mehr nur als Vorgabe an das Programm, sondern durchgesetzt von der Datenbank selbst: Sie nimmt für dieses Feld ausschließlich verschlüsselte Werte an und weist Klartext ab. Damit hängt der Schutz nicht daran, dass eine künftige Programmänderung ihn beachtet.
Schutz der Oberfläche im Browser. Jede Antwort trägt eine Reihe von Sicherheitskopfzeilen, die dem Browser sagen, was er zulassen darf:
- eine Content-Security-Policy, die ausschließlich Programmcode aus dieser Anwendung ausführen lässt. Jede Seitenauslieferung erhält dafür eine frische, einmalige Kennung; ein eingeschleustes Skript trägt sie nicht und wird deshalb blockiert. Das ist der Schutz gegen Cross-Site-Scripting — den Angriff, bei dem fremder Code im Browser mitliest, was du eingibst.
- die Beschränkung, dass die Anwendung nur von JobTarsier selbst in einen Rahmen eingebettet werden darf (Schutz vor „Clickjacking"),
- die Abschaltung von Kamera, Mikrofon und Standortabfrage, die die Anwendung nirgends nutzt,
- die Anweisung, Dateitypen nicht zu erraten, sowie eine zurückhaltende Weitergabe der Herkunftsadresse beim Wechsel auf fremde Seiten,
- und die Vorgabe, JobTarsier künftig ausschließlich verschlüsselt aufzurufen.
9. Pflicht zur Bereitstellung
E-Mail-Adresse und Name sind für die Kontoerstellung erforderlich — ohne sie ist keine Nutzung möglich. Alle übrigen Angaben (Profildaten, Dokument-Uploads, verknüpfte Plattformen, IMAP-Anbindung, Benachrichtigungs-Einwilligung) sind freiwillig; ohne sie stehen die jeweils daran anknüpfenden Funktionen (z. B. KI-Ranking ohne Profildaten, Anschreiben-Erstellung ohne Namen und Ort) nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung.
Das Angebot richtet sich an volljährige, berufstätige bzw. arbeitssuchende Personen. Eine Altersprüfung findet nicht statt.
10. Stand und Änderungen
Diese Erklärung wird fortlaufend an den tatsächlichen Betrieb von JobTarsier angepasst. Der Stand ergibt sich aus dem Datum im Kopf dieses Dokuments (stand); ob eine Änderung wesentlich war, ist im jeweiligen Bericht (docs/legal/BEFUNDE.md) des Laufs vermerkt, der sie erzeugt hat.
Ändert sich an einem Tag zweimal Wesentliches, trägt die zweite Fassung eine angehängte Zählung (2026-08-26.1). Die Reihenfolge bleibt dabei erhalten — die Fassung 2026-08-26.1 ist jünger als 2026-08-26 und älter als jedes spätere Datum.